Ein Blatt zum Ausdrucken und Abheften — fuer alle, die den Satzungs-Check bedienen.
Für Verbände und Vereine, die den Satzungs-Check einsetzen. Ausdrucken, einmal gemeinsam durchgehen, unten Datum und Namen eintragen, abheften. Das genügt.
Stand: 1. August 2026 · Rechtsstand: VO (EU) 2024/1689 i. d. F. der VO (EU) 2026/1744
Die europäische KI-Verordnung verlangt von allen, die ein KI-System einsetzen, dass sie die Entwicklung der KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden unterstützen (Art. 4). Seit dem 27. Juli 2026 ist ausdrücklich geregelt, dass daraus keine Garantiepflicht folgt: Niemand muss ein bestimmtes Kompetenzniveau nachweisen, es braucht kein Zertifikat und keine Prüfung.
Was es braucht, ist eine kurze, dokumentierte Einweisung derjenigen, die mit dem Tool arbeiten. Genau dafür ist dieses Blatt gedacht.
Ein Verein lädt seine Satzung als PDF hoch. Ein KI-Modell liest den Text und bewertet ihn anhand von 14 festgelegten Kriterien zu Vielfalt, Inklusion, Schutz und Transparenz. Heraus kommen:
Eingesetzt werden Claude Haiku 4.5 (Bewertung) und Claude Sonnet 4.6 (Entwurf) von Anthropic, in fest gepinnten Versionen.
KI-Systeme sind Sprachmodelle, keine Datenbanken. Diese Fehlerbilder sind bekannt und normal:
| Fehlerbild | Woran man es merkt | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| Erfundene Angaben ("Halluzination") | Ein Paragraf oder eine Formulierung wird zitiert, die in der Satzung so nicht steht | Beleg gegen das Original prüfen — jedes Kriterium nennt seine Fundstelle |
| Schlechte Texterkennung | Die Satzung war ein Scan; Belege wirken zerrissen oder unvollständig | Satzung als maschinenlesbares PDF erneut einreichen |
| Grenzfall-Schwankung | Ein Kriterium liegt zwischen zwei Bewertungsstufen | Ist eingepreist: jede Bewertung läuft fünffach mit Mehrheitsentscheid |
| Zu allgemeine Empfehlung | Der Vorschlag passt nicht zur Vereinsrealität | Verwerfen. Der Entwurf ist Rohmaterial, keine Vorlage zum Durchwinken |
| Unpassender Ton | Formulierungen treffen die Vereinskultur nicht | Überschreiben — der Entwurf ist zum Bearbeiten gedacht |
Die Grundregel: Der Entwurf bereitet das Gespräch mit dem Verband und der Rechtsberatung vor. Er ersetzt es nicht.
Solange das Ergebnis beim Verein bleibt, ist nichts weiter zu tun. Wollt ihr einen KI-erzeugten Text öffentlich stellen — etwa eine Muster-Satzung auf eurer Website —, entsteht daraus eine eigene Offenlegungspflicht (Art. 50 Abs. 4). Sie entfällt, wenn der Text menschlich geprüft wurde und eine benannte Person die redaktionelle Verantwortung trägt. Tragt diese Person unten ein, dann ist es belegt.
| Organisation | |
| Datum der Einweisung | |
| Wer bedient den Satzungs-Check? | |
| Wer gibt Ergebnisse frei? | |
| Wer trägt die redaktionelle Verantwortung bei Veröffentlichungen? | |
| Teilnehmende der Einweisung |
Aufbewahren, solange ihr das Tool nutzt. Mehr verlangt Art. 4 nicht.
Fragen? mail@vereinity.de — oder direkt ein Fachgespräch mit unseren KI- und Security-Verantwortlichen. Die technischen und rechtlichen Details stehen vollständig auf der Seite Sicherheit & Datenschutz, Abschnitt „Die KI-Verordnung".